Alte Tradition neu belebt

"Wollen wir am Pfingstmontag mit der Gemeinde wieder eine Wanderung unternehmen – so, wie wir es vor Jahren immer gemacht haben?" Diese Frage stellte Priester Dieter Thomaka, seit August 2014 Vorsteher der Gemeinde Schwarzenberg, zu Beginn dieses Jahres in der Ämterversammlung.

Nun war nicht sofort riesige Begeisterung im Kreis der Amtsbrüder zu verspüren, schließlich war es bis Pfingsten noch eine ganze Weile hin. Aber der Gedanke wurde festgehalten und einige Zeit später hatte sich Diakon Holger Thomaka bereit erklärt, den Gemeindeausflug zu organisieren und alles vorzubereiten. Ein Aushang als Einladung für die Gemeinde war schnell angefertigt, Uhrzeit und Treffpunkt wurden festgelegt, und schon war auch das Pfingstfest da.

So trafen nach und nach eine ganze Anzahl der Schwarzenberger Glaubensgeschwister am vereinbarten Parkplatz ein und hatten teilweise auch noch wanderlustige Verwandte und Freunde mitgebracht. Jeder mit persönlichem Picknick ausgerüstet, ging es dann gleich los, denn die Kinder waren kaum noch zu halten. Zum Glück führte der Weg recht bald in den erzgebirgischen Wald. Es war auch nicht so schlimm, dass sich die Sonne hinter einer dicken Wolkendecke versteckte – das war ideal zum Wandern. Gesprächsstoff gab es mehr als reichlich. Natürlich war das Erleben des Stammapostelgottesdienstes am Pfingstsonntag das Hauptthema. Da gab es vieles auszutauschen, was dabei jeder an Gedanken und Herzensbewegung erlebt hatte. Es tat gut, zwanglos oder auch ganz persönlich miteinander sprechen zu können.

Hinter einer Wegbiegung ging es plötzlich nicht mehr weiter – der Weg war versperrt. Aber dieses Hindernis war eine schöne Überraschung: ein kleines Buffet mit "Spackfettbemme" und Nutella-Schnitten. Und dazu noch was gegen den Durst und was Süßes (nicht nur) für die Kinder. Annerose, die Frau des Diakons, hatte das alles liebevoll vorbereitet und DANKE an ihre drei Jungs, die die Überraschung nicht vorher verraten haben.

Nach der angenehmen Rast ging es weiter. Vieles gab es in der Landschaft zu sehen und zu entdecken. Mit einem spontanen gemeinsamen Lied wurde am sogenannten Kriegerdenkmal im Wald kurz innegehalten. Der Weg führte dann bis zu einer Hütte bei einem kleinen Bachlauf, wo es noch einmal eine Verschnaufpause gab. Natürlich zog das Wasser die Kinder magisch an und nicht jeder Fuß blieb trocken...

Viel zu schnell war der Nachmittag da und der Ausgangspunkt wieder erreicht. Klar, dass nicht alle aus der Gemeinde dabei sein konnten. Aber es war ein schönes Zusammensein, dass Lust auf mehr macht. Dazu soll auch dieser Bericht einladen.

dit