Open Air. OBEN ER? Nein - ER war mittendrin!

Obwohl das Wetter der vergangenen Tage alles andere als sommerlich schön war, liefen die Vorbereitungen für den ersten Open-Air-Gottesdienst in Schwarzenberg auf Hochtouren. Noch am Samstag drohten alle Hoffnungen auf Sonnenschein im düsteren Regengrau wegzuschwimmen.

Dann jedoch machte der Sonntag seinem Namen alle Ehre: Bei strahlendem Himmelblau begrüßten die Blechbläser des Bezirkes Aue die nach und nach eintreffenden Gottesdienstbesucher. Feierlich majestätisch schallten die weichen Trompetenklänge ins Tal.

Auf einem ruhig gelegenen Grundstück am Rande der Stadt Schwarzenberg versammelten sich mehr als 100 Glaubensgeschwister und Glaubensfreunde der Gemeinden Schwarzenberg und Zwönitz zum gemeinsamen Gottesdienst. Die Sitzgelegenheiten waren rechtwinklig zueinander aufgestellt für die Gemeinde und den Chor, davor ein festlich geschmückter Tisch als Altar. Dazwischen – ganz in der Mitte – saßen die Kinder auf Decken auf der Wiese und waren ganz brav.

Open Air? OBEN ER? Nein! ER war mittendrin – es war deutlich spürbar das Gotterleben inmitten Gottes schöner Natur. Bezirksevangelist Dietmar Löffler stellte die Predigt unter das Bibelwort Psalm 14,2:

„Der Herr schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, dass er sehe, ob jemand klug sei und nach Gott frage.“

„Gott befragen ist klug!“, so der Bezirksevangelist. Als Gegenbeispiele nannte er einige Begebenheiten aus der Bibel, bei denen Menschen nicht nach Gott fragten. Adam und Eva im Paradies ging dadurch die direkte Gemeinschaft mit Gott verloren. Auch der reiche Kornbauer war nur beschäftigt mit der Vorsorge für das irdische Leben. In diesem Gleichnis Jesu wurde deutlich, dass diese Haltung töricht ist.

Evangelist Steffen Schramm, der Vorsteher der beiden Gemeinden, bekräftigte diese Worte und sagte, dass „derjenige, der nach Gott fragt, ihn auch erlebt“. „Wir wollen unsere Planungen nicht ohne Gott machen, sondern uns für ihn Zeit nehmen und ihn als Steuermann in unser Lebensschiff nehmen“ rundete Priester Dieter Thomaka die Predigt ab.

Nach dem Gottesdienst spielten die Blasmusiker dann auch einige zünftige Stücke. Zwischenzeitlich wurden Tische aufgestellt für einen gemeinsamen Imbiss. Jeder hatte etwas mitgebracht, auch der Grillrost war bestens bestückt. So blieben die meisten noch bis in die frühen Nachmittagsstunden zusammen. Bei schönen Gesprächen wurden viele Erinnerungen ausgetauscht und mancher Spaß gemacht. Einhellig war die Meinung: Dieser erste Gottesdienst im Freien mit Gemeindefest war wunderschön und soll mit Sicherheit nicht der letzte gewesen sein.

Bilder: J.W. Text: D.T.